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Gynäkomastie

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Vergrößert sich die Brustdrüse eines Mannes so stark, dass sie wie eine weibliche Brust aussieht, spricht man von einer Gynäkomastie. In der Regel sind beide Brüste betroffen, seltener nur eine Seite. Körperliche Beschwerden wie Schmerzen oder Überempfindlichkeit der Brustwarze sind selten. Im Vordergrund steht in den meisten Fällen die psychische Belastung durch die weiblich wirkenden Brüste. Tragen weiter Kleidung, Änderung der Körperhaltung, Vermeiden von Auftreten mit nacktem Oberkörper in der Öffentlichkeit (z.B. Schwimmbadbesuche) etc. sind typische Verhaltensänderungen, die Männerbrüste zu kaschieren. Sportliche Aktivitäten werden oftmals vermieden.

Gründe für die Entstehung von Männerbrüsten können Hormonschwankungen oder eine Überempfindlichkeit des Drüsengewebes im Verlauf der Pubertät sein. Im Alter neigen viele Männer wegen des höheren Östrogengehalts zur Gynäkomastie. In den meisten Fällen handelt es sich um eine „Pseudogynäkomastie“, eine reine Fettansammlung ohne Vergrößerung der Brustdrüse, die durch eine Fettabsaugung beseitigt werden kann.

Der Eingriff wird in München in der privaten ATOS Klink durchgeführt.
Gerne können Sie einen persönlichen Beratungstermin in unserer Praxis in München bei Frau Prof. Holm-Mühlbauer vereinbaren:

Telefon (München)
: +49 (0)89 / 20 4000 205 
Email: praxis@prof-holm-muehlbauer.de  oder online über unser Kontaktformular.

Auf einen Blick

Auf einen Blick

Operationszeit:

ca 1-2 Std.

Narkose:

Allgemeinnarkose oder örtliche Betäubung mit Dämmerschlaf

Aufenthaltsdauer:

ambulant oder 1 Nacht der Klinik (München)

Gesellschaftsfähigkeit:

nach ca 2-3 Tagen

Arbeitsfähigkeit:

nach ca 1 Woche

Sport:

nach 2-3 Wochen

Schmerzen:

gering

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Brustkorrektur- eine Option für mich?

Im Verlauf der Pubertät bildet sich die Gynäkomastie in vielen Fällen von alleine zurück, so dass die Indiktion zur Operation zurückhaltend gestellt werden sollte. In ausgeprägten Fällen kann eine Gynäkomastie-Operation nach individueller Beratung auch während der Pubertät durchgeführt werden.

Grundsätzlich ist die Operation von Männerbrüsten dann sinnvoll, wenn die Lebensqualität durch den psychischen Leidensdruck bzw. körperliche Einschränkung oder Beschwerden deutlich eingeschränkt ist.
Vor der Operation

Vor dem Eingriff sollten die Gründe für die Männerbrust genau geklärt und alternative Lösungen wie Gewichtsreduktion oder Einschränkung des Alkoholkonsums diskutiert werden. Eine endokrinologische Abklärung mit Messung der Hormon- und Leberwerten sollte immer präoperativ erfolgen. Bei gravierendem Übergewicht sollte vor der Operation eine Gewichtsreduktion mittels Sport und Ernährungsumstellung erfolgen.
14 Tage vor der Operation sollten Sie keine Schmerzmittel einnehmen, die Acetylsalicylsäure enthalten (z. B. Aspirin). Die blutverdünnende Wirkung verzögert die Blutgerinnung und kann Nachblutungen verursachen. Reduzieren Sie den Konsum von Nikotin und Alkohol vor dem Eingriff auf ein Minimum. Nach Möglichkeit stoppen Sie das Rauchen bereits drei bis vier Wochen vor der Operation.

Anästhesieform und Klinikaufenthalt

Der Eingriff wird in der Regel in Vollnarkose oder Dämmerschlaf durchgeführt, entweder ambulant oder mit einer postoperativen Übernachtung in der Klinik. Die notwendigen präoperativen Voruntersuchungen können Sie bei unserem hausinternen Internisten ober bei Ihrem Hausarzt durchführen lassen.

Operation

Die Operation ist bei Gynäkomastie die einzige effektive Möglichkeit, eine natürliche männliche Brustkontur wiederherzustellen. Von Alternativen wie Hormonblockern, Bestrahlung, Fettwegspritze, etc. ist wegen des ausbleibenden Behandlungserfolgs bzw. einer Befundverschlechterung sowie erheblichen Nebenwirkungen in jedem Fall abzuraten.

Bei der Operation wird über einen ca. 2-3 cm langen Schnitt im Unterrand der Brustwarze das dahinter befindliche Drüsengewebe entfernt. Durch Liposuktion wird das meist um den Drüsenkörper eingelagerte Fettgewebe abgesaugt und eine gleichmäßige harmonische Brustkontur hergestellt. Durch den Einsatz einer speziellen Technik kommt es zur Schrumpfung der gedehnten Haut, zusätzliche Hautstraffungen sind daher nur sehr selten erforderlich.

In besonders starken Fällen der Gynäkomastie kann es vorkommen, dass die Haut nach der Korrektur zu ausgedehnt ist, um sich der neuen Brust anzupassen. Eine Entfernung der überschüssigen Haut und eine Straffung der Haut um die Brustwarze herum kann wieder eine natürliche Form herstellen.

Am Ende des Eingriffs wird in der Regel eine Drainage gelegt, um das Abfließen von Wundsekret und Blut zu erleichtern. Ein Kompressionsverband hilft, die neue Brust zu stützen. Die gesamte Operation dauert in der Regel 1 bis 1,5  Stunden, je nach Aufwand auch länger.

Nach der Brustkorrektur

Nach der Gynäkomastie-Operation ist eine maßgefertigte Kompressionsweste über 4-6 Wochen zu tragen. Die Kürzung des sich selbstauflösenden Fadenmateriales erfolgt 1 Woche nach dem Eingriff. Weitere Kontrolltermine sind üblicherweise 6 Wochen bzw. 6 Monate nach der Gynäkomastie-Operation. Das stabile Endergebnis ist nach 4-6 Monaten zu erwarten.

Kann man die Operation wiederholen?

Im unwahrscheinlichen Fall, dass eine Gynäkomastie nach der Operation erneut auftritt, ist eine Wiederholung der Brustkorrektur möglich. Auch nach dem Eingriff sollte die Brust regelmäßig von einem Plastischen Chirurgen kontrolliert werden.

Risiken der Gynäkomastie-OP

Die Risiken einer Brustkorrektur sind vergleichsweise gering. Trotz größter Sorgfalt können, wie bei jedem chirurgischen Eingriff, während oder nach dem Eingriff vereinzelt Komplikationen auftreten.
So kann es zu Schwellungen und Blutergüssen kommen, die in der Regel von selbst verheilen. Infektionen können meistens mit Antibiotika behandelt werden, im Ausnahmefall müssen sie operativ entfernt werden. Verbreiterte oder verzogene Narben um die Brustwarze herum sind eine mögliche Komplikation und können durch einen weiteren kleinen Eingriff in örtlicher Betäubung korrigiert werden.